|
Der See lag bis 1884/85 trocken und wurde nun erst wieder aufgestaut, um ihn als Wasserreservoir für trockene Jahre sowie als Regulator für Hochwasserzeiten zu nutzen. Diese Wiederaufstauung fiel in die Zeit des aufkommenden Tourismus. Zunehmend entdeckte man die Schönheiten und Wandermöglichkeiten des Welzheimer Waldes. Dabei wurde der in diese Landschaft eingebundene Ebnisee zu einem der begehrtesten Ausflugs- und Ferienziele im östlichen Nahbereich Stuttgarts. Seit 1908 konnte man mit der Bahn bis Rudersberg und 1911 bis nach Welzheim fahren. Es entwickelte sich Gastronomie und Beherbergungsbetriebe. Zu Beginn der dreißiger Jahre war der Ebnisee der meistbesuchte Binnensee Württembergs. Der 1928 gegründete Welzheimer Wald Verein hatte an diesem Zuspruch einen wesentlichen Anteil. 1929 richtete richtete er mit regem Zuspruch das erste große Seefest aus. Mit fortschreitender Beweglichkeit der Bevölkerung durch Fahrrad, Motorrad und Auto gingen zwar die Übernachtungszahlen zurück, die Zahl der Tagesbesucher aber stieg um das doppelte. 1949 wurden Überlegungen angestellt, den Ebnisee zu entschlammen und zum Sportgelände für die Jugend sowie weiterhin als Ausflugsziel auszubauen. 1996 wurde das 250jährige Jubiläum des Ebnisees mit einem großen Seefest gefeiert. |
|
|